Endodontie
Typen von Wurzelstiften
- Aktiv (der Post rastet mechanisch durch die Benutzung einer Gewindeschraube in die Wand des Kanals ein) - alte Methode
- Passiv (keine mechanische Verbindung, der Post wird vor allem durch Zement im Kanal gehalten)
Passive Gips Post-Kerne
Ein idealer "klassischer" Post sollte:
- ungefähr 2/3 der Gesamtwurzellänge lang sein,
- 1/3 des Wurzeldurchmessers haben,
- ungefähr 4 mm von der Spitze bleiben,
- Retention und Reibung entlang der Kanalwände haben,
- auf einer flachen Kronenoberfläche ruhen.
Probleme: Misserfolg wegen einer Wurzelfraktur (Keileffekt, der vom Post auf die verbleibenden Wurzelstrukturen übertragen wird), die sich klinisch durch Schmerzen oder parodontalen Abszess äußert.
Passive vorgeformte Posts aus Metall
- verschiedene Metall-Legierungen (Messing, Stahl, Gold, Titan)
- glatte Oberfläche, Windungen, Gewinde für Zementretention
- Form: parallel, konisch, kombiniert
- kein Kontakt zwischen Post und Kanalwand
Probleme: Metallkorrosion, Allergien, Ästhetik, keine Berücksichtigung der anatomischen Form der Wurzel.
Passive keramische Posts
- Biokompatibilität
- Ästhetik
- Form: parallel, konisch, kombiniert
Probleme: hohe Festigkeit ruft Druckkonzentrationen hervor, niedrige Adhäsion zum Wurzeldentin nach Wärmeschwankungen und dynamischen Belastungsproben, keine Berücksichtigung der anatomischen Form der Wurzel.
Passive glasfaserverstärkte Posts
- Hohe Lebensdauer gegenüber anderen Materialien
- Form: parallel, konisch, kombiniert
Probleme: keine langfristigen Daten verfügbar, keine Berücksichtigung der anatomischen Form der Wurzel.
Passive anatomische glasfaserverstärkte Posts
Biomechanik der Posts
- Die Aufgabe des Posts - egal welches Material verwendet wird - ist es, die Wiederherstellung des prothetischen Kronenkerns zu ermöglichen; und zwar ohne Beschädigungen und ohne der Möglichkeit, die verbleibende Wurzelstruktur zu verstärken. Trotzdem sieht ein hoher Prozentsatz der Kliniker in der Benutzung von Post-Core-Systemen eine "Verstärkung" für die verbleibende Wurzelstruktur.
- Bei Kaubelastungen verursachen versteifte Posts eine Überlastung einiger Wurzelbereiche, die, nachdem sie durch die endodontische Behandlung geschwächt wurden, dem Risiko einer Fraktur unterliegen.
- Posts, die dem Dentin ähnelnde mechanische Eigenschaften haben, bilden besser natürliche Belastungsübermittlungsmechanismen nach.
- Die parallelen Posts bieten gute Retention und produzieren gleichförmige Druckverteilung entlang der Posts. Der Nachteil solcher Posts liegt darin, dass eine scharfe Ecke des Posts am Apex Druckkonzentration verursacht. Die parallelen Posts eignen sich für eine kürzere Wurzellänge.
- Die konischen Posts entsprechen der natürlichen Wurzelform und der Kanalbeschaffenheit. Einige der Nachteile dieser Posts sind der Keileffekt, Druckkonzentration am Kronenteil der Wurzel und geringe Retentionskraft.
- Die kombinierten parallelen und konische Posts schonen das Dentin am Apex und schaffen dank des parallelen Designs eine ausreichende Retention.
Das ideale Post-System sollte drei Voraussetzungen erfüllen
- es sollte erlauben, den prothetischen Kronenkern wieder aufzubauen und für eine lange Zeit zu stabilisieren,
- den ursprünglichen Mechanismus der Belastungsübertragung nachbilden (kein Druck im Bereich der Pulpa)
- es sollte keine Schallemissionen von Wurzel und Krone erlauben oder sie auf einen Minimum reduzieren.
Die Verwendung von Fasern ist ein weiterer Vorteil, da Fasern den Druck auf eine weitere Oberfläche verteilen und dadurch die Druckschwelle, bei der das Material zu nachzugeben beginnt, vergrößern.
- Weitere Informationen
- Gebrauchsanweisungen
- Dentapreg™ Splint
- Dentapreg™ Retainer
- Dentapreg™ Bridge
- Dentapreg™ Repair
- Dentapreg™ Post
- Dentapreg™ Restore
- Dentapreg™ PINPost
- Dentapreg™ Implant
- Wo kann Ich es kaufen?
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